Die Zertrennlichen

Schauspiel von Fabrice Melquiot | Österreichische Erstaufführung | Tiroler Landestheater Innsbruck | Premiere: 7. Oktober 2018

„An diesem Tag hab ich gedacht, dass meine Eltern vielleicht doch Rassisten sind und das ich mich verliebt habe.“

Sabah und Romain sind neun Jahre alt, beste Freunde, irgendwie verliebt und unzertrennlich. Doch ihren Eltern passt die Freundschaft nicht: Sabahs Wurzeln liegen in Algerien und Romans Eltern sind Franzosen. Der Alltagsrassismus der Eltern bestimmt mehr und mehr das Leben der beiden – bis ein Streit zwischen den Vätern eskaliert und Sabah mit ihrer Familie in eine andere Stadt ziehen muss. Viele Jahre vergehen, Jahre des Erwachsenwerdens, des Verliebtseins, des Enttäuscht werdens … und der Gewissheit, dass es sie gibt: die eine Liebe, die immer verbindet.

Ein poetisches Stück über Freundschaft, die erste Liebe und eine Gesellschaft, die von Rassismus geprägt ist.

Regie: Grit Lukas
Bühne & Kostüme: Markus Braunhofer
Dramaturgie: Uschi Oberleiter

Sabah: Teresa Waas
Romain: Phillip Brehl

Presse

Regisseurin Grit Lukas inszeniert mit Gespür für Timing und Liebe zum Detail: Beides kulminiert in einem von den Landestheater-Debütanten Philip Henry Brehl und Teresa Waas hinreißend gespielten SMS-Dialog, der deutlich macht, dass auch hinter eigentümlichen Emoticons große Emotionen stehen. „Die Zertrennlichen“ ist ein gelungener Einstand im neuen, technisch gut ausgestatteten „K2“. Für einen echten Publikumsrenner allerdings – und man kann sich nur wünschen, dass diese Produktion ein Hit wird – dürfte die für bestenfalls 50 Zuschauer konzipierte Spielstätte dann doch recht knapp bemessen sein.
Joachim Leitner, Tiroler Tageszeitung, 08.10.18
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Beide Mimen bewegen sich viel und schaffen es, die unterschiedlichen Stimmungen zu vermitteln. Oft muss man laut lachen, dann wieder wird man leise und traurig, wenn man sieht, wie zwei Menschen sich mögen und trotzdem nicht glücklich sein können. Das Theaterstück ist mit schmissiger Musik unterlegt, die Bühne bewusst einfach gehalten.
Alexandra Plank, Tiroler Tageszeitung am Sonntag, 28.10.18

Fotos

Fotos: Rupert Larl & Markus Braunhofer