Das Traumfresserchen

Schauspiel nach Michael Ende | Theaterfassung: Grit Lukas | Theater Heilbronn | Premiere: 23.06.19

In Schlummerland ist Schlafen das Allerwichtigste. Es kommt jedoch nicht darauf an, wie lange oder wie viel man schläft, sondern wie gut. Denn wer gut schlafen kann, der hat ein freundliches Gemüt und einen klaren Kopf, glauben die Schlummerländer. Derjenige, der am besten schläft, ist König. Schlafittchen, des Königs Töchterchen,  fürchtet sich vor dem Einschlafen, denn es hat sehr oft böse Träume. Sowas geht gar nicht für eine Königstochter in Schlummerland! König und Königin können nicht mehr richtig schlafen aus Sorge um ihr Kind. In seiner Not geht der König  in die Welt hinaus, um Hilfe zu suchen. Eines Nachts trifft er auf ein merkwürdiges, das großen Hunger hat und am liebsten böse Träume frisst. Michael Endes Kinderbuchklassiker erzählt eine lustige und fantasievolle Geschichte, die  kleinen Mädchen und Jungen helfen kann, ihre Ängste vor Albträumen zu besiegen.

Regie: Grit Lukas  Ausstattung: Sophie Lenglachner Dramaturgie: Annette Kuss

mit Anja Bothe, Romy Klötzel, Sascha Kirschberger und Peter Volksdorf

 

Fotos: Thomas Braun & Grit Lukas

PRESSE

Wie gerne würde man sich in der Boxx einfach zu den Schlummerländern auf die gemütliche und sich stetig wandelnde Matratzenlandschaft (Ausstattung: Sophie Lenglachner) gesellen. Doch der familiäre Frieden ist in Gefahr in Michael Endes Kinderbuchklassiker “Das Traumfresserchen”, der jetzt in einer poetischen Inszenierung von Grit Lukas Premiere hatte. Mit einem unheilvollen Flackern des Lichts beginnen die Sorgen. Wie nebenbei und kindgerecht, vielleicht mit 70 Minuten eine Spur zu lang für die jüngsten Theaterbesucher, spricht Grit Lukas diese Ängste an. Gemeinsames Singen tut gut, denkt sich das gut gelaunte und flinke Ensemble um Romy Klötzel, Sascha Kirschberger und Peter Volksdorf, das in ungezählte Rollen schlüpft und wie nebenbei schon wieder eine neue, ein wenig irre Matratzenkulisse baut. […] jenseits der uns bekannten Welt stößt der König auf eine gefräßige Seele namens Traumfresserchen, Peter Volksdorf erweist sich hier nicht nur als toller Pantomime, er darf auch eine kesse Lippe riskieren. Das Traumfresserchen, Igelfrisur mit stechenden Gäbelchen, dicker, runder Bauch mit großem Loch, ist gewissermaßen die Fleisch gewordene Putzkolonne, die alle bösen Träume schluckt. Was Sigmund Freud zu dieser Konkurrenz gehalten hätte? Darüber mögen die Eltern nachdenken, die auf einer zweiten Ebene von der Regisseurin angesprochen werden. Die Kinder werden dieses drollige Traumfresserchen in ihr Herz schließen. Michaela Adick, Heilbronner Stimme, 24.06.19 Link zum Artikel