Falk oder der süße Gedanke vom Aufstehen und gehen

von Tina Müller | Theater Magdeburg | Premiere: 21.02.2020

Isa, Henri und Sonntag sitzen auf ihren Stühlen, während ihr Mathelehrer mit einem riesigen Blätterstapel voller Zahlen und Fragezeichen das Klassenzimmer betritt: In wenigen Minuten beginnt ihre Mathe-Abiturprüfung. Ein paar Bänke weiter sitzt ihr Freund Falk. Die Clique weiß genau, dass er kurz davor ist, aufzustehen und das Abi sausen zu lassen. Falk ist anders. Im Gegensatz zu Isa, die ein super Abi schreiben wird, wollte er nie aufs Gymnasium. Er ist aber auch nicht wie Sonntag, der zwar früher als schwer erziehbar galt, nun aber voll auf Karriere aus ist. Und erst recht ist Falk nicht wie Henri, ein Sohn aus wohlhabender und gebildeter Familie. Seine Freunde haben Falk immer ermuntert und mitgezogen. Nun stehen sie alle gemeinsam vor dem entscheidenden Moment: Wird Falk bleiben und das Mathe-Abi schreiben?

Temporeich, witzig, aber auch nachdenklich wird aus der Perspektive der drei Freund*innen Falks Konflikt mit Lehrer*innen, Eltern und sich selbst erzählt. Tina Müllers Stück stellt mit Falks ungewöhnlicher Geschichte wichtige Fragen an das von Leistungsdruck und Anpassungspflicht geprägte Bildungssystem. (Text: Theater Magdeburg)

Regie: Grit Lukas
Bühne & Kostüme: Lena Hiebel
Dramaturgie: Elisabeth Gabriel

Isa: Isabell Will
Sonntag: Frederik F. Günther
Henri: Valentin Kleinschmidt

Es gibt derzeit keine bevorstehenden Veranstaltungen.

Fotos: Nilz Böhme

TRAILEr

PRESSE

Lustig und humorvoll, aber letztendlich ernst und ergreifend, voll aussagekräftiger Fakten in Form von überspitzten Klischees. So inszeniert die Regisseurin Grit Lukas das Jugendstück von Tina Müller: „Falk oder Der süße Gedanke vom Aufstehen und Gehen“. […] Nicht nur die (besonders) phänomenalen Dialoge, nicht nur die (besonders) großartigen schauspielerischen Leistungen, nicht nur das (besonders) wandelbare und kreative Bühnenbild und nicht mal nur die (besonders) gute, schon fantastische Inszenierung von Grit Lukas. Das Besondere an „Falk oder Der süße Gedanke vom Aufstehen und Gehen” ist, dass Falk nicht ein einziges Mal in Erscheinung tritt. […] Das Springen von Rolle zu Rolle ist dabei sehr klar und intelligent gelöst. Eine beeindruckende szenische, dramaturgische und schauspielerische Leistung. […] Wiederholungen, Bewegung, kleine Choreographien und Rhythmen zwingen alle Zuschauenden zur Faszination. […]  Alles in allem hat Grit Lukas eine Inszenierung geschaffen, die jeden Zuschauenden, auch jenseits des Jugendalters, berühren wird. Cleo Maier, junge bühne, 21.02.2020. Link zum Artikel