Rosi in der Geisterbahn (UA)

Uraufführung nach dem Bilderbuch und symphonischen Pop-Hörbuch von Philip Waechter I Rheinisches Landestheater Neuss I Premiere: 19.09.2021

Rosi ist ein kleiner Angsthase. Jede Nacht leidet Rosi unter schrecklichen Träumen voll grässlicher Monster. So kann das nicht weitergehen. Rosi beschließt, sich ihrer Angst zu stellen. Zuerst macht sie einen Traumspezialisten ausfindig, erläutert ihm das Problem und studiert dann das „große dicke Monsterbuch“. Anschließend sucht sie die Geisterbahn auf, wo bekanntlich besonders viele furchteinflößende Monster zu finden sind. Rosi besiegt die Monster, bekommt aber Hausverbot. Hochzufrieden kommt sie zurück nach Hause und Rosis Träume sind ab sofort … wunderschön.

Die Stückfassung über die junge Heldin Rosi, die über sich hinauswächst und andere dazu ermutigt, sich nicht einschüchtern zu lassen, basiert auf dem Kinderbuch von Philip Waechter und wird am RLT mit einer gehörigen Portion Mutmachmusik erzählt. Die Liedtexte entstammen dabei der Feder von Thomas Wolff und Wanja Olten, die bereits die Songs für die Vertonung der Geschichte als symphonisches Pop-Hörbuch geschrieben haben. Aus diesen beiden Vorlagen entwickelte Grit Lukas mit dem Ensemble zusammen während der Proben die Spielfassung für das RLT. Die eingängige Musik dazu entwickelte für die Produktion Johannes Mittl, der auch live auf der Bühne dabei ist. In der Inszenierung von Grit Lukas entsteht mit einfachen theatralen Mitteln ein gruseliger Theaterspaß im Bühnen- und Kostümbild von Lena Hiebel, das mit nur wenigen Elementen auskommt und dabei geschickt eine Projektionsfläche für phantasievolle Kinderaugen schafft. 

Regie: Grit Lukas
Bühne & Kostüme: Lena Hiebel
Musik: Johannes Mittl
Dramaturgie: Alexander Olbrich

Rosi: Nelly Politt
Erzähler, Monster & weitere Rollen: Stefan Schleue
Live-Musik: Johannes Mittl

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Fotos: Marco Piecuch

TRAILER

PRESSE

„Mittl und die beiden Schauspieler:innen sind dabei so gut aufeinander abgestimmt, dass jeder Ton zu jedem Schritt auf der Bühne passt, den die beiden machen. Außerdem wird nur wenig auf der Bühne direkt dargestellt, weder das Taxi, noch die Geisterbahn, noch die Monster sind physisch auf der Bühne zu sehen, doch das Spiel von Politt und Schleue, der Einsatz von Requisiten und die stimmungsvollen Geräusche von Mittl laden Groß und Klein dazu ein, sich ihre ganz eigenen Bilder mit Hilfe ihrer Fantasie zu malen. Besonders für die kleinen Zuschauer:innen ist dies ein Genuss, haben sie meist eine deutlich ausgeprägtere Fantasie als ihre Eltern oder die anderen Erwachsenen im Saal, was man daran erkennt, dass die Kinder lachen, wenn einige Sitzquader zu Monstern aufgestellt werden, Rosi diese aber umwirft oder die Kinder schreien, wenn Stefan Schleue mit großen Bewegungen und aufgerissenen Augen, untermalt von rotem Licht als fieses Monster unter Rosis Bett hervorklettert. […] Von den Kostümen und Bühnenbild ist die Inszenierung ebenfalls sehr abstrakt gehalten. Bis auf das eben erwähnte Podest für den Musiker Johannes Mittl ist zusätzlich nur Rosis großes Holzbett zu sehen. Das Bett ist allerdings variabel bespielbar. Es lässt sich darunter herkriechen, die Sitzquader können herausgenommen und im Bühnenbild verbaut werden und das Bett lässt sich ebenfalls drehen, sodass ein Fenster mit bunten Lichtern zum Vorschein kommt, das den Eingang der Geisterbahn simuliert. Mit schnellen Handgriffen lassen sich so neue Settings herstellen. Auch die Kostüme sind eher einfach, als Grundkostüm bunte Ganzkörperanzüge und zur Komplettierung für Rosi ein paar Hasenohren und für Stefan Schleue als Buchhändler ein riesiges Buch oder als Dr. Mao ein Arztkittel. Auch hier bleibt der Rest Fantasie, wodurch sich das Konzept von Bühne und Kostüm von Lena Hiebel ganz wunderbar in Grit Lukas‘ Inszenierung einbettet. […] Zum Schluss gibt es einen langen Applaus, zurecht wie wir finden. Die Inszenierung hat mit 40 Minuten genau die richtige Länge, da das Stück bereits für Kinder ab vier Jahren empfohlen wird. Selbst wir haben uns öfters dabei ertappt, wie wir uns haben in Rosis Welt entführen lassen, entsprechend kann man sich auch als Erwachsener die Inszenierung sehr gut ansehen.“ Werner Alderath, theaterwg.blog, 06.10.21. Link zum Artikel